Presse
Wir in den Medien


Stabilisatoren der Gesellschaft

am 25.01.2013

CSU-Neujahrsempfang: Andreas Bönte, Programmbeauftragter des Bayerischen Rundfunks, spricht in Eching über „Journalismus und Politik“

Eching Rund 50 Gäste konnte Vorsitzender Peter Nonnenmühlen am Mittwochabend im Gasthof Eberhardt zum Neujahrsempfang des CSU-Ortsverbandes Eching begrüßen; darunter Parteiprominenz wie Generalsekretär Alexander Dobrindt, die Landtagsabgeordneten Dr. Thomas Goppel und Alex Dorow sowie Landrat Walter Eichner und Bezirksrat Josef Loy. Als Festredner hatte der CSU-Ortsverband dieses Mal keinen Politiker eingeladen, sondern Prof. Andreas Bönte, den Programmbeauftragten des Bayerischen Fernsehens.

„Wir sind eine bindungsarme Hochgeschwindigkeitsgesellschaft geworden“, lautete das erste Fazit Böntes, nachdem er in seinem Vortrag „Journalismus und Politik“ zunächst die zuvor häufig gefallenen Stichworte „Informationsflut“ und „Beschleunigung“ thematisiert hatte. Die heutige Medienlandschaft habe nichts mehr mit derjenigen zu Zeiten Adenauers zu tun: „Die Veränderungen der Politik sind eng verbunden mit den Veränderungen in der Medienlandschaft.“

Der „politisch gewollte Privatfunk“ und das Internet hätten zu einer wesentlichen Beschleunigung der Politik beigetragen: Eine politische Stellungnahme müsse heute, obwohl die Sachverhalte immer komplexer würden, nachrichtenkompatibel sein – möglichst kurz, zugespitzt und prägnant. In der Kürze der „Aufmerksamkeitsspanne“ sowohl der Medien als auch der Fernsehzuschauer sei eine Personalisierung von Themen unerlässlich.

„Wir sitzen in einem Boot“, betonte Medienfachmann Bönte an die Politiker gewandt, lokale Medien wie zum Beispiel Tageszeitungen besäßen zwar nach wie vor das Vertrauen der Bürger, ansonsten seien die Umfrageergebnisse für Politiker und Journalisten in puncto Glaubwürdigkeit äußerst schlecht: „Politiker und Journalisten sind im einstelligen Prozentbereich – nur die Banker schneiden noch schlechter ab als wir.“

Besser erklären und Hintergründe erhellen

„Parteien und Politiker müssen neue politische Ideen entwickeln, neue Kommunikationswege nutzen, um neue Zielgruppen mit politischen Inhalten zu erreichen. Der Bürgerbeteiligung offen begegnen und für Transparenz sowie Ehrlichkeit sorgen“, so Böntes Fazit: „Medien müssen mehr und besser erklären, Hintergründe transparent machen und neue Sendeformate entwickeln, die Wissen über Politik, Wirtschaft und Kultur fördern – denn Medien und Politik sind gleichermaßen Stabilisatoren unserer Demokratie und Gesellschaft.“

Bürgermeister Siegfried Luge hatte zuvor in seinem Grußwort unter anderem auf das vergangene Jahr zurückgeblickt: „Für Eching ist das abgelaufene Jahr ein durchaus erfolgreiches“, habe man doch zum Beispiel neue Krippenplätze schaffen und mit dem Bau des Gesundheitszentrums beginnen können. Auch der Blick in die Zukunft falle positiv aus: Die genehmigte Bioabfallvergärungsanlage habe zwar noch nicht realisiert werden können und für das Hochwasserrückhaltebecken sei noch keine Entscheidung gefallen, aber der Kreistag habe jetzt ausreichende Mittel zugesagt, mit denen das Naherholungsgebiet am See saniert werden könne.

Generalsekretär Dobrindt schilderte seine wichtigsten Eindrücke der Kreuther Klausur und forderte auf, die Zukunftsfähigkeit Bayerns zu erhalten, „weil dies etwas mit den Chancen zukünftiger Generationen zu tun hat.“Landrat Walter Eichner legte Zahlen zur Energiewende im Landkreis vor und betonte: „Ich bin davon überzeugt, dass wir im Oktober unser Klimaschutzkonzept den Bürgern vorstellen können.“ (evsc)

Quelle: Landsberger Tagblatt vom 25.01.2013, http://www.augsburger-allgemeine.de/landsberg/Stabilisatoren-der-Gesellschaft-id23695827.html, zuletzt aufgerufen am 27.01.2013

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