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Ganz vorn, aber auch Letzter

am 03.10.2012

Bildungsstandort Bayern mit vielen Stärken und einer großen Schwäche

In vielen Bereichen ganz vorn, aber auch auf Plätzen ganz hinten: So sieht die Schullandschaft in Bayern aus, wie sie Leitender Ministerialdirigent Herbert Püls bei einer Diskussionsveranstaltung zum Thema „Das Schuljahr hat begonnen: Neuerungen, Defizite, Wünsche“ schilderte. Der Arbeitskreis Schule, Bildung und Sport des CSU-Kreisverbandes Landsberg hatte dazu eingeladen.

Herbert Püls hantierte zunächst mit Zahlen zum Bildungsstandort Bayern, der laut Lernatlas 2011 in allen untersuchten Bereichen auf Platz 1 liege. Püls lobte in diesem Zusammenhang die Kommunen, die beste Lernbedingungen schafften. „Unsere Problemschulart ist die Förderschule, hier liegen wir bundesweit auf dem letzten Platz.“

Im Volksschulbereich gebe es, bedingt durch die Mobile Reserve, die niedrigste Ausfallquote an Unterrichtsstunden. Im Gymnasialbereich, so ist Püls’ Eindruck, wird dieses Thema aber aufgeblasen. „Wir haben gerade die letzte Runde ‘Überarbeitung des Lehrplans’ hinter uns gebracht“, berichtete Püls, „jetzt soll Ruhe einkehren.“ Zur beim G8 in Erprobung stehenden „flexibilisierten Mittelstufe“ sagte der Referent: „Damit bekommt jeder Schüler das, was er braucht.“ In der Grundschule bewähre sich ein ähnliches System. An die Realschule geraten laut Püls „viele exzellente Kinder“. Die Bestenförderung dort in Form von Talentklassen sei aber von Eltern nicht erwünscht gewesen. Für gute Qualischüler werde ein „9+2-Modell“ erprobt, das es bereits gegeben habe. Der Schüler absolviere dabei das letzte Schuljahr an einer Realschule.

Quelle: Landsberger Tagblatt vom 04.10.2012, Seite 32

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