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Die Zerreißprobe

am 18.02.2014

Umweltminister Marcel Huber spricht in Denklingen über die Schattenseiten der Energiewende und eine große Herausforderung.

Von Sarah Schierack

Bevor Marcel Huber auf seine Kernbotschaft zu sprechen kommt, holt der Umweltminister erst einmal ein bisschen aus. Spricht über die Sicherheit in Bayern, über die Bildung und über den Arbeitsmarkt. Sorgen, so sein Zwischenfazit, brauchen sich die Bayern um diese Dinge nicht zu machen. Die eigentlichen Herausforderungen, die „großen Aufgaben unserer Zeit“, seien andere: Die Energiewende vor allem und der veränderte Umgang mit unseren Ressourcen.

„Wir müssen uns Gedanken machen“, sagt Huber und ist damit nun endgültig bei seinem Thema, „reicht das alles noch?“ Um darüber zu sprechen, ist der Umweltminister an diesem Abend nach Denklingen gekommen. Eingeladen hat ihn der CSU-Ortsverband, auch der Denklinger Bürgermeisterkandidat Michael Kießling und der Landratskandidat Thomas Eichinger nutzen an diesem Abend noch einmal die Gelegenheit, sich vorzustellen.

Unsere Gesellschaft stehe vor der Zerreißprobe, sagt Marcel Huber. Die Welt verändere sich, die Zeit wandle sich – und die Gesellschaft sei immer mehr in zwei Lager geteilt: Da gäbe es die Naturschützer auf der einen und die Umweltschützer auf der anderen Seite. Und er als Umweltminister stehe oft zwischen den Interessen.

Aber, sagt Huber, diese großen Herausforderungen seien nur zu bewältigen, „wenn man miteinander redet, nach der Balance sucht“. Denn über allem stehe für ihn eine ganz wichtige Aufgabe: „Dafür zu sorgen, dass unser schönes Bayernland auch so schön bleibt.“ Dass das Trinkwasser so rein und die Badeseen so klar bleiben.

Wenn die bayerische Landesregierung nun also über Sinn und Unsinn von Windrädern und Stromtrassen berate, dann sei das „keine Abkehr von der Energiewende“. Sondern nur ein Abwägen, ein Ausloten aller Möglichkeiten, bevor gehandelt werde. Das legt Huber an diesem Abend auch noch den Denklingern nahe, die im Moment selbst heftig über das Errichten eines Windparks diskutieren: Alles abwägen, alles zur Diskussion stellen – und vor allem: „Die Bürger mitnehmen.“

Quelle: Landsberger Tagblatt vom 18.02.2014, http://www.augsburger-allgemeine.de/landsberg/…, zuletzt aufgerufen am 23.02.2014

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