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Richtiger Umgang mit Medikamenten

am 19.09.2017

 

(Von links nach rechts: Rainer Jünger, Dr. Christian Alex, Marianne Porsche-Rohrer, Heinz Haaf)

„Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker“: Vom richtigen Umgang mit Medikamenten – auch ein Problemfeld der Seniorenpolitik

Senioren beschäftigen sich mit vielen Fragen, wenn es um den Erhalt ihrer Gesundheit geht: Stellen sich Kliniken optimal auf die Versorgung älterer Patienten ein? Werden in Zukunft genügend entsprechend ausgebildete und motivierte Pflegekräfte zur Verfügung stehen oder steuert unsere Gesellschaft auf einen Pflegekollaps zu? Wie finde ich mich in dem immer größer werdenden Angebot von Medikamenten und „Heilmittelerbringern“ zurecht? Warum müssen Patienten immer mehr Medikamente aus eigener Tasche bezahlen?

Mit diesem Themenkreis, so der neu gewählte Vorsitzende der Kreisseniorenunion Heinz Haaf in seiner Begrüßung, werde sich eine Reihe von Informationsveranstaltungen  der Kreisseniorenunion unter dem Gesamtthema  „Problemfelder der Seniorenpolitik“ befassen. So freute sich auch der Mitveranstalter Rainer Jünger, der Kreisvorsitzende des Gesundheits- und pflegepolitischen Arbeitskreises der CSU Landsberg, die approbierte Apothekerin und geprüfte Heilpraktikerin Marianne Porsche – Rohrer aus Schongau, ausgewiesen durch eine Reihe von Veröffentlichungen, zur ersten Veranstaltung zum Thema „Richtiger Umgang mit Medikamenten“ begrüßen zu können.

Vor einem großen Zuhörerkreis zeigte die Referentin in amüsanter und humorvoller, aber fundierter Form  wichtige Aspekte für den Umgang mit Medikamenten auf. Dabei standen vor allem praktische Hinweise im Vordergrund. Folgende Fragen, so Frau Porsche – Rohrer  müssten im Mittelpunkt der Thematik stehen: Lagere ich meine Medikamente richtig? Berücksichtige ich Verfallsdatum und  Hinweise auf dem Beipackzettel, auch wenn es nicht immer einfach sei, die oft fachspezifischen Texte zu verstehen? Halte ich mich an den Zeitpunkt der Einnahme? Wie teile ich Tabletten? Gibt es Wechselwirkungen, die die Wirksamkeit meines Medikaments einschränken können? Habe ich meinen Medikationsplan und halte mich auch daran, der ab der Einnahme von drei Medikamenten zwingend vorgeschrieben sei?

Selbstverantwortung und Eigeninteresse spielten dabei eine wichtige Rolle. Dies schließe die Notwendigkeit, sich immer wieder zu informieren  und das regelmäßige Gespräch mit dem Arzt e

Den politischen Aspekt der Arzneimittelversorgung stellte der Landesvorsitzende des Gesundheitspolitischen Arbeitskreises der CSU, Dr. Christian Alex, in den Mittelpunkt seiner Überlegungen. Die Politik müsse Fehlentwicklungen erkennen und ihnen rechtzeitig entgegenwirken. Der ausreichenden Versorgung mit Hausärzten komme im Rahmen eines gesundheitspolitischen Gesamtkonzepts eine zentrale Bedeutung zu. Zu stärken sei auch die Bedeutung der „Apotheke vor Ort“, die gerade unter dem Aspekt der Beratung und des Gesprächs eine wichtige Aufgabe wahrnehme.

Bedenklich sei eine Entwicklung, wenn immer mehr Medikamente aus Kostengründen in Billiglohnländern produziert würden und so nicht nur die Gefahr bestehe, dass es zu Versorgungsschwierigkeiten im Inland kommen könne, sondern auch in Deutschland gegebene Hygienestandards aufgeweicht würden.

Verbesserungsbedarf in manchen Krankenhäusern unter dem Hygieneaspekt, bedingt durch den Mangel an Hygiene-Fachkräften, beunruhige manchen Patienten: allerdings dürfe man auch nicht übersehen, dass gerade die derzeitige Gesundheitspolitik in Bund und Ländern wichtige Schritte zur Verbesserung der Situation unternommen habe.

Zahlreiche Fragen aus dem Teilnehmerkreis zeigten, dass wohl nicht nur bei Senioren Nachhohlbedarf besteht, was den richtigen Umgang mit Medikamenten betrifft. Und die Reaktion nicht weniger Zuhörer ließ den Schluss zu, dass viele Hinweise zum Nachdenken angeregt hatten. (rs)

 

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