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SEN-Union: Rentenkonzept der Union

am 09.10.2017

Die Union setzt auf eine Stärkung privater Vorsorge und den Ausbau von Tarifverträgen und Betriebsrenten. Um Anreize für eine Stärkung der zweiten Altersvorsorgesäule für Arbeitgeber wie Arbeitnehmer zu schaffen, soll ein verbesserter Entwurf zur Stärkung der bislang vernachlässigten Betriebsrenten spätestens nach der Bundestagswahl in Gesetzform gegossen werden. Geplant ist ein Freibetrag für freiwillige Zusatzrenten in der Grundsicherung und die Förderung eines Arbeitgeberzuschusses für Beschäftigte mit niedrigem Einkommen.

Da die Menschen heute im Alter noch deutlich leistungsfähiger sind als frühere Generationen und eine höhere Lebenserwartung haben, soll das Renteneintrittsalter weiter auf über 67 Jahre erhöht werden, um ein weiteres Absinken des Rentenniveaus zu vermeiden.

Die von der CSU geforderte erweiterte Mütterrente lehnt die CDU ab. Sie sieht eine Anrechnung der Erziehungsleistungen von Müttern auf die Rente, unabhängig vom Geburtsjahr der Kinder vor. Bislang sind Mütter, deren Kinder vor 1992 geboren wurden, etwas schlechter gestellt. Die CSU will die Kosten von rund sechs Milliarden Euro aus dem allgemeinen Staatshaushalt nehmen.

Die Union steht für eine Flexibilisierung des Renteneintrittsalters. Mit der sogenannten Flexi-Rente soll dem Umstand Rechnung getragen werden, dass die Zahl der Beschäftigten, die auch nach Erreichen der gesetzlichen Altersgrenze weiterarbeiten, stark angestiegen ist. Mehr als 200.000 Ruheständler gehen einer sozialversicherungspflichtigen Arbeit nach, ein Anstieg von über 50 Prozent im letzten halben Jahrzehnt. Hinzu kommen noch die Minijobs und die Selbständigen.

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