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Bayerische Mittelstandsunion wählt Vorstand

am 12.12.2012

Landkreis Landsberg bestens vertreten

Die Mittelstandsunion hat in Coburg ihren Landesvorstand gewählt. Hans Michelbach erhielt mit 97% der Stimmen einen hervorragenden Vertrauensbeweis als Vorsitzender des Vorstandes. Rechtsanwalt Bernhard Kösslinger aus Finning ist mit 95% der Stimmen als einer von vier stellvertretenden Vorsitzenden wiederbestätigt worden. Neu in den Landesvorstand der MU sind aus dem Landkreis Landsberg am Lech Lydia Mair aus Unterdießen und Matthias Steinberg aus Landsberg als Beisitzer gewählt worden.

Ministerpräsident Seehofer hat in seiner Ansprache festgestellt, dass Wirtschaft zwar nicht alles, aber ohne Wirtschaft alles Nichts ist. Kösslinger bezieht das auf den Mittelstand und die Selbständigen. Wenn diese Quelle nicht sprudelt, dann gibt es nichts zu verteilen/Krisen wären nicht zu meistern.

Bernhard Kösslinger kündigt einen Mindestforderungskatalog der MU für die anstehenden Wahlen in 2013 an. Danach sollen nur die Kabinettsmitglieder, Abgeordneten und Parteien berechtigt sein, sich im Wahlkampf mit der Mittelschicht zu schmücken, die deren Interessen tatsächlich vertreten.

In diesem Zusammenhang ist insbesondere die Beseitigung der kalten Progression und des Mittelstands- und Facharbeiterbauches zu nennen. Die SPD will im Bundesrat blockieren, dass die leistende Bevölkerung eine wohlverdiente Einkommenserhöhung auch spürt. Unbedingte Minimalforderung ist die Abschaffung der vorgezogenen Fälligkeit der Sozialversicherungsbeiträge. Rot/Grün hat diese am 03.08.2005 eingeführt. Damals waren die Kassen der Kassen leer. Heute sind sie voll. Die Politik überlegt, wohin mit diesen Geldern. Einzige Alternative ist laut Kösslinger die Rückführung an die Beitragszahler und die Abschaffung dieses bürokratischen Ungetüms. Die Arbeitgeber geben den Sozialkassen hier Monat für Monat einen Kredit. Die Kosten der Energiewende müssen wirtschaftsverträglich gestaltet werden. Es werden vorausschauende, wirksame Maßnahmen gegen den Fachkräftemangel gefordert. Die durch den vbw in Auftrag gegebene Prognos-Studie stellt fest, dass bereits 2015 3 Millionen Fachkräfte in Bayern fehlen werden. Bereits jetzt verliert die bayerische Wirtschaft 6,6 Milliarden Umsatz pro Jahr aufgrund fehlender Fachkräfte. Das ist das Problem sagt Kösslinger. Wir müssen nicht über Mindestlöhne und Lohnuntergrenzen diskutieren, wenn in wenigen Jahren die Arbeitgeber Fabellöhne bezahlen müssen, um überhaupt noch qualifizierte Kräfte zu erhalten. Schließlich wird eine Reform des Gesundheitskostensystems gefordert. Die MU präferiert den sogenannten regionalen Gesundheitskombi, der auf den drei Säulen – verkleinerter Gesundheitsfonds, Wettbewerb der Kassen bei den Beiträgen – und steuerfinanzierte Ausgleichung von sozialen Härten basiert. Die Bürgerversicherung wird abgelehnt. Zudem muss eine Struktur gefunden werden, die es den Hausärzten möglich macht, in Anbetracht ihrer langen Ausbildungszeit, ihrer Verantwortung, ihrem Haftungsrisiko und ihren erheblichen Arbeitszeiten ein dementsprechendes Auskommen zu haben. Anderenfalls werden wir in naher Zukunft nicht mehr ausreichende Interessenten für dieses Berufsbild haben. Die Versorgung des ländlichen Raums wird nicht gesichert sein.

Die Mittelstandsunion fordert die Umsetzung dieser und weiterer Minimalziele. Hieran wird die MU weiterhin mitarbeiten – wie gewohnt konstruktiv, kreativ und konsequent.

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